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Sonntag17November2019
Menschen die nichts besitzen und dennoch alles haben
Dienstag, 22. Januar 2013 Geschrieben von Sebastijan Glasnovi─ç

Kinder in RuandaEs f├Ąllt mir schwer aus einer Gesellschaft zu kommen, in der Essen weggeschmissen wird und man sich monatlich neue Schuhe g├Ânnt, w├Ąhrend hier viele hungern und barfu╬▓ rumlaufen, vorallem die Kinder. Dabei ist es in diesem Land gesetzlich verboten barfu╬▓ auf der Stra╬▓e zu sein.

Die Menschen hier haben jedoch das Gl├╝ck, dass das Land fruchtbar und das Klima, das ganze Jahr ├╝ber, mild ist, so dass sie von ihren Ernten leben k├Ânnen, zumindest die, die eigenes Land besitzen. Alles ist sehr teuer, die Geh├Ąlter jedoch niedrig. F├╝r das Gehalt einer Lehrerin kann man hier einen Kasten Bier kaufen, so dass sich die Menschen jede Mahlzeit hart erarbeiten m├╝ssen.

Jeden Tag esse ich hier im Kloster Gem├╝se und Fr├╝chte direkt aus dem Garten. Ich bin mir nicht sicher wann ich das letzte Mal so frisches und gesundes Essen gegessen habe: Bohnen, Tomaten, Zucchini, Kohl, Zwiebeln, Reis, Avocado, Banannen, Eier, Milch... und noch viel mehr...hier wird nur das Fleisch gekauft. All das ist f├╝r diese Menschen hier aber auch Luxus, denn um das Essen auf den Tisch zu bringen, m├╝sste man ein Feld besitzen, Tiere und nat├╝rlich auch viel Zeit und Arbeit daf├╝r investieren. Die Menschen hier schmei╬▓en nichts weg, denn alles was sie kaufen sch├Ątzen sie sehr, da sie es sich hart verdient haben, so dass am Ende f├╝r alles Verwendung gefunden wird. W├Ąhrend bei uns die Kinder nie genug Spielzeug bekommen k├Ânnen, sind f├╝r diese hier ein Stift und ein Blatt Papier, eine lehre Plastikflasche, oder aber ein Loly das Gr├Âsste.

Es ist auch so, dass die ┬╗Weissen┬ź hier als die ┬╗Retter┬ź angesehen werden, die kommen um mit Geld und Geschenken um sich zu werfen. In Kivumu ist es aus gutem Grund verboten die Menschen zu beschenken. Sie sollen lernen nicht auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein sondern selbst zu Arbeiten und ihr Leben zu bestimmen, so gut es geht. Die Gemeinde hilft ihnen dabei indem sie eine gewisse Starthilfe bietet. Der Grundstein ist eine gute Ausbildung, die den jungen Menschen f├╝r ihr sp├Ąteres Leben Selbstst├Ąndigkeit und Stabilit├Ąt erm├Âglicht.

┬╗Menschen die nichts besitzen und dennoch alles haben┬ź, bedeutet f├╝r mich, dass diese zwar fast nichts Materielles besitzten, daf├╝r aber sch├Ątzen sie die wichtigeren Dinge im Leben: Freiheit, Freude, Liebe...sie haben Hoffnung und den Glauben an Gott.

An dieser Stelle m├Âchte ich auch meine Anerkennung an die Menschen richten, die den Menschen hier das Leben etwas einfacher und sch├Âner gemacht haben, dies bezieht sich besonders auf unsere bosnischen Missionare, aber auch an all die Menschen mit grossem Herzen, die mit ihrer Hilfe und Spenden ihren Teil dazu beigetragen haben. Wir alle sollten diesem Beispiel folgen und nicht blind und uninteressiert f├╝r diese traurigen Schicksale sein.

├ťbersetzt von Bojana Mutnovi─ç

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