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Joseph's Haus
Samstag, 29. November 2008 Geschrieben von Valerie Kae Ken

Joseph vor dem vollendeten HausTrautes Heim, Gl├╝ck allein... und nun hat Josef ( Joseph ) ein Haus, das er als sein Eigen bezeichnen kann. Alles nahm seinen Lauf als Josef, Lehrer der Schneiderabteilung der Schule "Pater Vjeko", nach Kananda einer Weiterbildung halber verreiste. W├Ąhrend er im College hauste haben ihm gegen├╝ber viele Menschen den Wunsch ge├Ąu├čert, ihm beim Bauen seines Hauses zu helfen. Die spenden waren sehr gro├čz├╝gig, sodass Josef die M├Âglichkeit hatte sein Haus zu bauen. Ein paar Monate vor seiner Abreise nach Kanada hat er das Grundst├╝ck gekauft. Das Geld daf├╝r hat er aus den Ersparnissen genommen, die er als Lehrer in der Schule verdient hatte. Das war nicht gerade wenig Geld, denn sein monatlicher Gehalt liegt bei ca. 60 ÔéČ. In der Schule bekommt er eine warme Mahlzeit und wie alle Ruander, sowie alle Wohlhabende, isst er einmal am Tag. Auf diese Weise hat er es geschafft, Geld f├╝r das Grundst├╝ck zu sparen.

Joseph auf seinem Grundst├╝ckEr hatte eine sehr sch├Âne Zeit in Kanada und er hat sehr viel ├╝ber die T├╝chtigkeit des Lehrerdaseins gelernt. Mithilfe von gutgesinnten Menschen konnte er nun mit dem Bau seines neuen Zuhause beginnen. Zuerst musste er das komplette Grundst├╝ck sauber machen und es f├╝r den Bau vorbereiten. Die Fundamente sind schon ausgegraben und w├Ąhrend sie ausgegraben wurden hat eine andere Gruppe Lehmziegel hergestellt, die so angeordnet waren, dass sie sich an der Luft trocknen konnten. Es kostet sehr viel Geld, sich ein Haus aus herk├Âmmlichen Ziegelsteinen zu bauen, wobei die Alternative mit Lehmziegeln akzeptabel ist, wenn man es mit M├Ârtel ├╝bewirft.

LehmziegelBald war schon alles bereit f├╝r das Bauen... So wie die W├Ąnde immer gr├Â├čer und gr├Â├čer wurden, so wuchs auch die Begeisterung in Joseph mehr und mehr. Es war sehr r├╝hrend mitanzusehen, wie seine Augen vor Begeisterung und Freude strahlten. Wir besuchten regelm├Ą├čig die Baustelle und hatten immer wieder Ratschl├Ąge f├╝r die Maurer parat, wie man etwas macht oder gaben ihnen Verbesserungsvorschl├Ąge, falls n├Âtig. Joseph hatte vor, vier Schlafzimmer zu bauen. Wir haben ihm vorgeschlagen sowohl sein Wohnzimmer als auch sein Schlafzimmer stattdessen zu vergr├Â├čern. Er hat diesen Vorschlag angenommen und hat nun drei Schlafzimmer. Zwei davon sind f├╝r verschiedene Zwecke und das eine ist f├╝r ihn selbst. Man konnte sehr leicht ├änderungen vornehmen, weil man eine Wand aus Lehmziegeln leicht umst├╝rzen und eine neue aufstellen kann.

W├ĄndeW├Ąnde und Holzsparren sind fertig, ├╝ber diese kommen nun Balken mit Schilf und darauf werden schlie├člich die Lehmziegel gelegt. W├Ąhrend das alles gebaut wurde, wurde in der gegen├╝berliegenden Ecke des Platzes ein Loch f├╝r die Toiletten gegraben. Das Loch ist zw├Âlf Meter tief und ein Meter breit. Hierzulande werden die Toiletten nun mal so gebaut, weil es weder Wasseranlagen noch moderne Toiletten, wie man sie z.B. in Europa kennt, gibt. ├ťber dem Loch ist eine Platte gelegt ( Decke ). Neben den Toiletten befindet sich das Badezimmer. Da es weder Wasser aus dem Wasserhahn noch eine Duschkabine oder ├ähnliches gibt, w├Ąscht man sich aus dem Waschbecken. In dem Zimmer sind nun R├Âhren gebaut worden, um das Wasser in ein separates Loch anflie├čen zu lassen, die extra daf├╝r ausgegraben wurde. Wasser, das zum Waschen und Kochen benutzt wird, wird von der Quelle aus mit einem Plastikeimer geholt und vielleicht wird Joseph sich irgendwann in der Zukunft eine Dachrinne anschaffen, mit der er Regenwasser f├╝r verschiedenste Zwecke nutzen kann.

Bau des DachesLoch f├╝r die ToilettenVorbereitung f├╝r den BodenJoseph im Haus

Unmittelbar danach ging es weiter mit der Vorbereitung zur Zementierung des Bodens. Man musste sehr viel Erde ausgraben, um die Steine postieren zu k├Ânnen, ├╝ber die daraufhin Zement gegossen wurde. Die W├Ąnde wurden mit M├Ârtel aus Zement verputzt, um sie besser zu gl├Ątten.

Die T├╝ren und Fenster wurden im Zentrum "Pater Vjeko" gebaut. T├╝ren aus Metall h├Ątte man aus der Stadt bestellen m├╝ssen und diese kosten sehr viel mehr. Alle Fenster und T├╝ren m├╝ssen einzeln gemessen werden, da die Standarts jeweils "unterschiedlich" sind.

Das Haus ist bereit gem├Ârtelt zu werdenWenn das Haus fertig ist, wird es Raum f├╝r allt├Ągliche Aktivit├Ąten geben. Im Wohnzimmer stehen dann eine Couch, Sofas und ein kleiner Tisch mit ein paar St├╝hlen. In den Schlafzimmern werden auf dem Boden jeweils Matratzen gelegt bis sich Joseph Betten leisten kann, auf die dann die bereits vorhandenen Matratzen kommen. Er wird sich auch gedulden m├╝ssen, bis er einen Kleiderschrank und einen Nachttisch kaufen kann. Die beiden Sachen werden ebenfalls im Zentrum "Pater Vjeko" gebaut. Die K├╝che befindet sich auf der anderen Seite des Hofes. ( In Ruanda sind die Wohnzimmer immer zu den Stra├čen hin gedreht und die anderen Hilfsobjekte hinter dem Haus ). Kochen wird man auf drei Steinen mithilfe von Holzkohle oder Holz in Aluminiumbeh├Ąltern, wie man das hier eben tut. Der Raum neben der K├╝che ist die Abstellkammer, in der man Essen, Sachen f├╝r K├╝che und Haus verstauen kann. Obwohl dieses Haus verglichen mit amerikanischen oder europ├Ąischen Standarts eher schlicht ist, ist es f├╝r die Menschen hier ein wahres Schloss. er wird sehr viel Zeit brauchen, um dieses Haus in sein "Traumhaus" zu gestalten.

Hof, K├╝che und AbstellkammerDiejenigen, die f├╝r Josephs Haus gespendet haben, sind sehr froh, dass das Haus nun endlich fertig ist. Nun hat er eine Sorge weniger im Leben. In einem Land ohne sozialer Hilfe hat er das Gl├╝ck ein Grundst├╝ck sowie ein Haus zu besitzen. Das kann ihm nun keiner mehr nehmen. Obwohl er im Leben sehr viele Schwierigkeiten zu bew├Ąltigen hatte, hat er niemals gejammert oder aufgegeben. Er betrachtet sein Leben mit Hoffnung und Optimismus und ist stets bereit mit all seiner Kraft zu arbeiten, um sich selbst zu verwirklichen. Mit der Hilfe von gutm├╝tigen Menschen hat er es geschafft.

 
Pater Vjeko Zentrum

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