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Berufsschulwesen aufbauen und prägen
Montag, 10. November 2008 Geschrieben von Administrator

Gabi Schembecker with children from Kivumu.Für die drei Primary Schools wurden 15 Klassenräume neu gebaut und ausgestattet. Die Klassenstärken konnten bis auf wenige Ausnahmen unter 50 Schüler gesenkt werden. Das Dieselaggregat (38 kWh), das die Krankenstationen und die Maschinen des Berufscenters versorgt, ist wegen Altersschwäche und Überbeanspruchung ausgetauscht und verstärkt worden. Die separate AIDS-Hilfe-Station inklusive Einrichtung steht vor der Vollendung und wird die stationäre Behandlung durch die Franziskanerinnen bald aufnehmen. Zwei Regenwassertanks von je 30 m³ sind aufgemauert und installiert worden.

Das Büro der Mikrofinanz-Bank ist ausgebaut und eingerichtet worden. Als Zweigstelle der Diözösan Bank Kabgayi wird sie in Kürze vor Ort mit dem Geschäftsbetrieb beginnen. Für die Witwen-Kooperative mit momentan 20 Mitgliedern wurden 5 Hektar Terrassenfelder gewonnen und drei Kühe gekauft. Das erdbebenbeschädigte Kirchendach ist saniert worden.

Alle Projekte wurden vom Vjeko-Berufscenter, dessen Ausbildern und Schülern konzipiert und ausgeführt. Die finanziellen Mittel brachte die Franziskaner-Mission in Kivumu auf Grund der Spenden aus Deutschland auf. Die Projektbilanz bestätigt, dass die gebundenen Spendengelder korrekt und mit großer Effizienz eingesetzt wurden.

Wolf Rüdiger Essman with people from Kivumu.Die Pater-Vjeko-Schule in Kivumu wurde 1999 als Berufscenter eröffnet. Damals begann der Unterricht mit 40 Schülerinnen und Schülern in den Bereichen Maurer-, Schreiner- und Schneiderhandwerk. Da es noch keine Klassenräume gab, mussten sich die Lehrlinge mit den Religionsschülern die heutige Schulküche als Unterrichtsraum teilen. In 2007 ist der letzte Unterrichtsraum für das Schneiderhandwerk bezogen worden, so dass jetzt jedes Handwerk unabhängig und flexibel unterrichtet werden kann. Die jeweils zweijährige Ausbildung führen heute für 207 Lehrlinge 15 Ausbilder durch.

Die Ausbildung schließt mit einer Abschlussprüfung (theoretisch und praktisch) und jeder Absolvent erhält ein Zertifikat. Das Pater-Vjeko-Berufscenter ist eine Privatschule in alleiniger Trägerschaft der Franziskaner-Mission genauso wie das angeschlossene Krankenhaus und die AIDS-Hilfe-Station. Die Franziskaner Mission in Kivumu schult und beschäftigt mehr als 300 Schüler und Mitarbeiter, die in dieser Gemeinde als die Motoren des Aufbaues und der Entwicklung gelten.

Ziele der Schule

  • Ausbildung der Jugendlichen von Kivumu - insbesondere der Jugendlichen, die keine Sekundarschule besuchen können.
  • Unterstützung bei der Entwicklung der Region Kivumu.
  • Jugendliche ihre Talente erkennen lassen, um diese dann zu fördern.
  • Neben dem Erlernen der Handwerke wird kreativ und unkonventionell der Weg in die Selbstständigkeit vorbereitet und begleitet.

Die berufliche Ausbildung wird in Ruanda bis jetzt nur vereinzelt in Privatinitiative durchgeführt. Im Rahmen der laufenden Reform des Schulwesens soll aber auch das Berufsschulwesen aufgebaut und in das öffentliche Schulwesen integriert werden.

Die Primary School soll nicht nach sechs, sondern nach acht Schuljahren abgeschlossen werden, um die Basis der Grundausbildung zu erweitern. Die dann verbleibenden vier Schuljahre der Secondary School sollen in zwei allgemeinbildende und zwei berufsorientierte Ausbildungsjahre aufgeteilt werden. Der berufsorientierte Zweig soll Grundkenntnisse im Textil-, Holz-, Bau-, Metall-, Elektrogewerbe sowie in Informatik, Landwirtschaft und im kaufmännischen Bereich vermitteln.

Hier ergibt sich für das Vjeko – Berufscenter- Kivumu die große Chance als prägender Bestandteil in das System der Secondary School integriert zu werden, den Status der Privatschule zu behalten und den Absolventen neben dem offiziellen Secondary-Abschluß das staatlich anerkannte Berufszertifikat auszuhändigen.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Einbindung der berufsbildenden Privatinitiativen in das staatliche Schulsystem ist deren Qualifikation und die damit verbundene staatliche Anerkennung. Die Privatinitiativen gelten als qualifiziert, wenn sie den Nachweis erfolgreicher Ausbildung in einigen der oben genannten Berufszweige erbringen. Ausbilder, Schulungsräume, die Ausrüstung für klassenstarke Belegung, die erforderlichen Werkstätten, die Wasser- und Stromversorgung, die Tagesverpflegung von Schülern und Personal sowie die Sanitäranlagen für den gesamten Schulkomplex müssen vorhanden sein.

Aufgrund der schon neunjährigen, erfolgreichen Ausbildungsarbeit und dem heutigen Stand der Dinge hat das Vjeko-Berufscenter-Kivumu gute Chancen, in das staatliche Schulsystem eingebunden zu werden und für den neuen Schultyp in Ruanda beispielhaft zu sein.

Um die staatlichen Auflagen zu erfüllen müssen folgende Projekte durchgeführt werden:

  • Ausbildung der Ausbilder (Ausbildungspläne)
  • Werkstatt für Metallberufe (Gebäude, Geräte, Werkzeuge) (im Bau)
  • Werkstatt für Elektroberufe (Gebäude, Geräte, Werkzeuge) (im Bau)
  • Erweiterung der EDV-Anlage (Server, PC’s)
  • Erweiterung der Sozialräume u. Toilettenanlage
  • Entsorgung durch Biogasanlage (im Bau)
  • Energieträger für die Schulküche (Biogasanlage)
  • Elektrogenerator für Werkstätten
  • Wasserspeicher (450 m³)
  • Erweiterung der Primary School (10 Klassenräume) (im Bau)

Unter der Berücksichtigung von Unwägbarkeiten beläuft sich die Kalkulation des gesamten Projektes auf € 120.000,--. Es ist direkte Hilfe zur Selbsthilfe. Zum Gelingen des Werkes trägt jede Spende unter dem Stichwort Kivumu an die Franziskaner-Mission in Dortmund bei.

VB Hellwed eG Konto 5100 BLZ 414 601 16
Sparkasse Werl Konto 34 BLZ 414 517 50

Projektinformationen : Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 
Pater Vjeko Zentrum

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