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Montag27M├Ąrz2017
Arine
Donnerstag, 03. April 2014 Geschrieben von fra Ivica Peri─ç

ArineMein Name ist Arine. Ich bin sechs Jahre alt und lebe im Dorf Kivumu in Ruanda zusammen mit meiner Mutter, Gro╬▓mutter und zwei Br├╝dern. Meine Br├╝der gehen in die Schule und ich in den Kindergarten. Mein Vater hat uns verlassen und wir wissen nicht wo er ist oder wie es ihm geht.

Wir haben ein kleines Schlamm-Haus mit zwei R├Ąumen. In diesem Haus wohnen wir zu f├╝nft. Hier schlafen, essen und lernen wir. Gerade bin ich dabei Buchstaben zu lernen. Wir haben auch eine Kuh, die wir von der Caritas bekommen haben, sie ist unser gr├Â╬▓ter Schatz. Wir k├╝mmern uns alle um sie.

Wir haben keinen Strom und auch kein flie╬▓endes Wasser. Mutter kauft immer etwas Kerosin und bastelt aus einer alten Dose eine Lampe. Bei diesem Licht lernen meine Br├╝der dann abends. Wir m├╝ssen auch das Wasser holen. Ich gehe immer mit den anderen Kindern mit, doch inzwischen kann ich auch alleine zwei kleinere Eimer Wasser tragen.

Wir haben auch einen kleinen Garten, in dem Mutter und Gro╬▓mutter den ganzen Tag arbeiten, damit wir was zu essen haben und auch unsere Kuh f├╝ttern k├Ânnen. Aber... zu essen gibt es nie genug. Wir essen ein mal t├Ąglich und manchmal vergeht auch ein Tag ohne Essen. Wir essen Cassava und Kartoffeln aus unserem Garten, nichts anderes. Schokolade habe ich noch nie in meinem Leben probiert.

Gro╬▓mutter ist jetzt krank. Sie hat Malaria. Wir haben kein Geld f├╝r Medikamente, aber wir hoffen, dass sie auch so wieder gesund wird. Geld haben wir nur, wenn Mutter es schafft etwas Milch zu verkaufen. Davon kauft sie dann ├ľl und Kerosin. F├╝r alles andere haben wir kein Geld. Klamotten kaufen wir nicht. Manchmal findet Mutter etwas Stoff und n├Ąht mir ein Kleidchen. Von unseren Nachbarn bekommen wir ab und zu Klamotten, aus denen ihre Kinder herausgewachsen sind. Das ist alles.

Wir haben nun Schulen in userem Dorf. Eine Grundschule, eine Berufsschule und jetzt auch die neue technische Schule. Ich w├╝rde so gern zur Schule gehen! Ich will ganz viel lernen, um mir eine bessere Zukunft erm├Âglichen zu k├Ânnen, so dass meine Familie nie wieder Hunger leiden muss...

Dies ist nur eine von tausenden, traurigen aber wahren Geschichten aus Kivumu. Hier gibt es so viele Kinder, in jeder Familie mindestens drei und das Laben hier ist sehr hart. Daher haben wir uns dazu entschlossen unsere ganze Kraft und Engagement auf die Bildung zu fokusieren. Unser Ziel ist es, jedem Kind in unserer Gemeinde eine Ausbildung zu bieten, um ihnen eine bessere Zukunft zu erm├Âglichen.

Zuerst haben wir mit der Pater Vjeko Berufsschule angefangen. Diese wurde nach unserem Bruder Vjeko ─ćuri─ç benannt, der mit den Menschen in Kivumu zusammen lebte und dessen Leben hier in Ruanda ein tragisches Ende nahm. In dieser Schule bilden wir junge Tischler, Schneider, Maurer, Wasserinstallateure , Elektriker und Schwei╬▓er aus.

Unsere Sch├╝ler sind Jugendliche, aber auch Erwachsene, die nach der Grundschule fr├╝her nicht die M├Âglichkeit hatten sich weiterzubilden. Uns freut es ganz besonders, dass die meisten unserer Sch├╝ler, gleich nach ihrem Schulabschluss Arbeit finden, da es in Ruanda einen Mangel an gut ausgebildeten Handwerkern gibt.

In unserer Pater Vjeko Berufsschule sind mehr als drei╬▓ig Lehrer und andere Angestellte t├Ątig. Viele von ihnen sind ehemalige Sch├╝ler von uns, die besten ihres Jahrgangs. Bei uns angestellt zu sein, gibt ihnen Sicherheit und die M├Âglichkeit ihre Familien zu versorgen.

Neben der Berufsschule, die von Jahr zu Jahr mit besseren und moderneren Lernmethoden bereichert wird, ist ein weiteres Projekt im Gange. Dies ist der Bau der weiterf├╝hrenden technischen Schule. An diesem Projekt arbeiten wir schon seit einigen Jahren, doch wir haben es endlich geschafft. In der neuen Schule wurden im Februar, rechtzeitig zum Schulanfang in Ruanda, die ersten Sch├╝ler eingeschult. Damit hat Kivumu seine erste weiterf├╝hrende technische Schule bekommen.

Doch, das ist noch nicht alles. Im Moment wird das zweite Schulgeb├Ąude errichtet, au╬▓erdem werden die Sanit├Ąranlagen f├╝r die Sch├╝ler, wie auch ein gro╬▓er unterirrdischer Wassertank f├╝r das Regenwasser gebaut. Unser Ziel ist es, dass die Schule so bald wie m├Âglich den Status einer noch h├Âheren technischen Akademie bekommt, was bedeuten w├╝rde, dass unsere Sch├╝ler ein sogenanntes A1-Diplom erwerben k├Ânnten ÔÇô was sie sp├Ąter im Berufsleben mit Uni-Absolventen gleichstellen w├╝rde!

Bei all unseren Projekten stehen wir nicht allein da. Unsere Spender, wie auch unsere Freiwilligen, die meist aus Kroatien, aber auch aus der ganzen Welt kommen, helfen uns, wo sie nur k├Ânnen. Uneigenn├╝tzig nehmen sie sich die Zeit und bem├╝hen sich sehr darum, uns bei unserer Arbeit zu unterst├╝tzen.

Wir sind alle aus den selben Gr├╝nden hier. Wir wollen Arine, dem M├Ądchen vom Anfang der Geschichte, wie auch all den anderen Kindern in Kivumu helfen, die M├Âglichkeit eine gute Ausbildung zu bekommen, so dass sie in eine bessere Zukunft starten k├Ânnen.

├ťbersetzt von Bojana Mutnovi─ç

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