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Montag9Dezember2019
Der Tag, an dem Kivumu das Leben feiert
Samstag, 01. Februar 2014 Geschrieben von Dejan Anić

Der Tag, an dem Kivumu das Leben feiertDieser Freitag war ein besonderer Tag in Ruanda. Wir haben gemeinsam des vor sechzehn Jahren verstorbenen Bruders Vjeko Ćurić gedacht, der guten Seele von Kivumu!

Wo man nun eine trostlose Atmosphäre und gesenkte Köpfe mit tränenerfüllten Augen erwarten könnte, gab es in Kivumu stattdessen Freude und Gelächter. Im Gegensatz zu uns Europäern, die wir in solchen Situationen eher traurig und betrübt sind, nutzt man in Afrika solche Gelegenheiten, um das Leben voll auszukosten. Wie sollte es da in Kivumu anders sein – dem kleinen Dorf mitten in Ruanda, in dem Bruder Vjeko sein ehrenvolles Leben geführt und aufgebaut hat?

Der Tag begann mit der morgendlichen Messe in der Kirche, in der Bruder Vjeko begraben ist. Im Anschluss machte sich jeder auf den Weg zum Hof der Berufsschule, die Bruder Vjekos Namen trägt. Es gab keine langen, pathetischen Reden – nur einige passenden Worte von ein paar Dorfbewohnern, die einige Momente, die sie mit Bruder Vjeko erlebt hatten, Revue passieren ließen.

Jetzt lag es an den Schülern, zu zeigen, was sie zu Ehren Bruder Vjekos einstudiert hatten: Ein traditioneller Tanz folgte dem anderen – natürlich durfte der Kriegstanz Intore da nicht fehlen, dargeboten in wunderschönen Kostümen. Des Weiteren gab es humorvelle Sketche (in manchen tauchte sogar der Geist von Bruder Vjeko auf) und Vorträge, die im Gelächter des Publikums fast schon untergingen.

In den vorderen Reihen saßen die Bewohner Kivumus – von den kleinen Kindern und ihren stolzen Müttern bis hin zu den ältesten, die sich noch an Bruder Vjekos Ankunft in ihrem Dorf erinnern können.

Das Rahmenprogramm ging schließlich mit Sport weiter. Als erstes stand ein Kräftemessen der schuleigenen Volleyballteams an, die sich wochenlang auf das Spiel vorbereitet hatten. Alles ähnelte einem professionellen Volleyball-Match: Ein echtes Netz, ein kompromissloser Schiedsrichter und eine Punktetafel. Natürlich wurde das Gewinner-Team frenetisch gefeiert und konnte seine “fünf Minuten des Ruhmes” voll auskosten. Aber wer gewonnen hat, war eigentlich zweitrangig: An Bruder Vjekos Gedenktag ist jeder ein Gewinner!

Nach dem Volleyball-Match gab es eine kurze Mittagspause; der Höhepunkt der ganzen Veranstaltung fand schließlich auf einem nahegelegenen Feld statt, auf dem sich zwei Fußballteams aus der Schülerschaft einen Kampf lieferten. Es gab viele schöne Aktionen, vergebene Chancen und einen beispiellosen Einsatz. Aber wieder war es nicht so wichtig, wer letztendlich als Sieger vom Platz ging – denn das Leben in Kivumu hatte sowieso gewonnen.

Bruder Vjeko, du kannst stolz auf Kivumu sein, genau wie Kivumu stolz auf dich ist.

Ăśbersetzt von Ivo Ligeti

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