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Freitag15November2019
Gedenkfeier am 10. Jahrestag des Todes von Pater Vjeko Curic
Freitag, 01. Februar 2008 Geschrieben von Administrator

Ljubica und Drago Curic

Gestern, am 31. Januar 2008, fand in Kivumu in der Kirche, die Pater Vjeko erbaut hatte und in der er beigesetzt ist, die Gedenkfeier zum 10. Jahrestag seines Todes. Die feierliche Messe begann uum Punkt 10 Uhr morgens und sie wurde vom Ortsbischof Smaragde Mbonyintege zusammen mit Pater Sebastijan, dem Provinzial der franziskanischen Provinz Afrikas Mauritius und Madagaskar, sowie Pater Vinko Curo, dem Definitor des silbernen Bosnien, zusammen mit einer Großzahl von anderen Priestern. Die Messe begann mit einer Prozession von der Schule aus, die den Namen unseres Märtyrers Pater Vjeko trägt. In der Prozession befanden sich junge Leute aus der Gemeinde, die T-Shirts mit dem Namen Kroatiens und typischen Emblemen trugen, einer von ihnen war in einem Messgewand gekleidet. Alle Jugendlcihen trugen auf ihren Häupten Kopfbänder mit der Aufschrift des Märtyrers Pater Vjeko. In der Prozession trug Drago, der Bruder von Pater Vjeko, eine Kerze mit einem Bild von Pater Vjeko und seine Schwester Ljubica trug Blumen, die sie vor dem Eintritt in die Kirche an seine Grabstätte beigelegt haben.

Heilige MesseDie Messer war sehr feierlich gestaltet mit traditionellem afrikanischem Tanz und Gesang. Der Bischof betonte in seiner Rede ausdrücklich das große Opfer, das Pater Vjeko gab. Er opferte sein Leben, indem er das Leben Anderer rettete. Sein Tod ist das Korn für andere Christen in dieser Gegend. Er war ein Mitglied der Provinz des silbernen Bosniens und wir hier in Afrika brauchen noch mehr solcher Priester wie es Pater Vjeko gewesen ist. Während der Messe haben die Gläubigen die Erträge des Landes in dieser Gegend vorne zum Altar hingebracht. Am Ende der Messe hat sich der Guardian Matias von allen Priestern einzeln namentlich verabschiedet und der Vorsitzende der Provinz des silbernen Bosniens, Pater Vinko, hat sich in seinem Namen von allen Beteiligten verabschiedet, vor allem seine persönliche Verbundenheit zum verstorbenen Pater Vjeko. Vinko erläuterte in seiner Verabschiedung wie der Besuch an einer Grabstätte von Statten zu gehen hat, den man liebt und den man gern hat, sowie großen Persönlichkeiten, die durch ihr Leben auf dieser Erde bedeutend geworden sind.

Pater Vjeko war ein netter und bedeutender Mensch, deshalb haben wir uns heute hier versammelt. Vjeko ist einer unter den ersten Missionaren aus der bosnischen Provinz, die sich für das Projekt der afrikanischen Missionen eingetragen haben. Ich möchte hier und heute nicht all die Wohltaten aufzählen, die Pater Vjeko vollbracht hatte, denn Ihr wisst es noch besser als ich das tue. Ich würde gerne etwas Anderes und viel Wichtigeres sagen, anstatt seine Taten aufzuzählen. Vjeko ist nicht tot, er lebt; man sagt, der Mensch stirbt zweimal: Das erste Mal, wenn sein Herz aufhört zu schlagen und die Seele den Körper verlässt, das zweite Mal, wenn seine guten Taten in Vergessenheit geraten. Vjeko lebt hier mit euch gemeinsam durch seine guten Taten und mit den neuen Priestern, die seine guten Taten erneuern und dort weitermachen, wo er damals aufgehört hatte in dieser Gegend. Sogar als Toter verkündet er in dieser kirche die Frohe Botschaft Jesu Christi und bleibt uns weiterhin erhalten als der Frieden und das Gute.

Er selbst war die Personifikation des Friedens, weil er für den Frieden arbeitete und dafür gestorben ist. Er war die Güte selbst, weil er wie ein guter Mensch und Priester lebte und starb. Niemand besitzt eine größere Liebe als diese, das eigene Leben für seine Freunde zu geben, lehrte uns Jesus. Er gab sein Leben hin für Euch alle und deswegen ist er für Euch und für mich ein Heiliger. Wenn wir Pater Vjeko lieben, was sicherlich der Fall ist, wenn wir ihn in unseren Herzen behalten wollen, und das wollen wir, dann nehmen wir uns ein Beispiel an ihm und machen die dinge so, wie er sie tat, lasst uns alle gemeinsam einander lieben, wie er uns geliebt hat. Lasst uns Gott lieben und zu ihm beten wie Pater Vjeko Ihn stets liebte und zu ihm betete. Wenn er für uns ein Heiliger ist, und er ist es in der Tat, dann lasst uns zu Pater Vjeko beten wie zum Heiligen Antonius oder anderen heiligen, auf dass er uns beim Allmächtigen ein Gutes Wort einlegt und er unsere Bitten erhört, damit die kirchliche Institution in der nahen Zukunft Pater Vjeko offiziell als Heiligen ernennt. Für seine Eltern, unsere Provinz des silbernen Bosniens und den Menschen hier in Afrika und für Ruanda ist er ein Geschenk des Himmels.

Nach der Messe, die insgesamt drei Stunden dauerte, fuhren wir mit einem kompakten Programm fort, das von Pater Ivica Peric mit den Ordensschwestern und der Jugend für uns gestaltet wurde. Wir waren Zeugen sehr schöner, örtlicher Tänze, Gesänge und Reden. Und ganz besonders heben wir die Überlebenden hervor, die Pater Vjeko vor dem sicheren Tod bewahrt hatte, sowie eines Mitbruders von Vjeko im Franziskanerorden, der ihm damals wie auch heute noch sein Vorbild war, und den Vjeko ins Kloster geschickt hatte. Er erzählte vom Pater Vjeko’s geistlichen Leben und caritärem Handeln. Am Ende der Feier haben Drago und Ljubica, Geschwister von Pater Vjeko, mit einfachen, aber bewegenden Worten ihren Dank ausgesprochen und sich im Namen der Gemeinde Osovo, woher Vjeko stammte, von allen Gemeindeangehörigen verabschiedet. Die Feier wurde mit einem schönen und köstlichem Essen, das von unseren Ordensbrüdern, die hier leben, zubereitet wurde.

 
Pater Vjeko Zentrum

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