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Donnerstag18Oktober2018
Der Tag der Schule
Samstag, 30. Juni 2007 Geschrieben von fra Ivica Peri─ç

tradicionalni plesÔÇťHoffentlich werden wir n├Ąchstes Jahr genausoviel Spa├č haben!ÔÇť Samstag, der 23. Juni 2007 war ein gro├čer Tag f├╝r die Schule und die Gemeinde Kivumu. An diesem Tag haben wir den offiziellen Tag der Schule gefeiert. Da letzten Donnerstag der Namenstag von Pater Vjeko war, dachten wir, es w├Ąre angebracht an dem Tag zu feiern, aber am Ende haben wir das feiern auf das Wochenende verschoben. Wir alle haben uns geeinigt, dass sein Namenstag ein besserer Zeitpunkt f├╝r die Feier w├Ąre, anstelle des Jahrestages seines Todes. Die Vorbeireitungen haben wochenlang gedauert, weil jeder einzelne zeigen wollte, was er in der Lage ist zu leisten. Die Maurer haben sich an die Arbeit gemacht und ein kleines Miniaturhaus mit sch├Ânem Umfeld gebaut. Die Tischler haben sich M├╝he gegeben umso mehr M├Âbel herzustellen, die Schneider umso sch├Ânere Kleidung, damit jeder zeigen kann, wie sch├Ân er gekleidet ist.

studentsSogar ich habe ein sch├Ânes T-Shirt und Hosen im traditionellen afrikanischen Design als Geschenk bekommen und alle haben zu mir gesagt, dass es mir gut steht. Und ich muss gestehen, dass sie Recht haben. Da sie mich niemals so gekleidet gesehn haben, sondern immer nur nur in irgendwelchen T-Shirts und ÔÇťsauberenÔÇť Hosen, war es schon etwas merkw├╝rdig. Au├čer solchen Arbeiten war es sch├Ân mitanzusehen wie die Vorbereitungen f├╝r den Gesang und die traditionellen T├Ąnze tagelang andauerten. In diesem Augenblick war es am aufregendsten. Wenn die Trommeln erklingen schl├Ągt das Herz zu dem Rhythmus.

Vor allem am Freitag war es sehr aufregend, als wir die Kuh geschlachtet haben, weil alle wussten, dass es Fleisch als Mittagessen gibt. Einige behaupten sogar, dass sie vor lauter Aufregung nicht schlafen konnten! Die Armen! F├╝r die Mehrheit der Anwesenden war dies das einzige Mal seit Jahren, dass sie Fleisch zu sich genommen haben, was keine Seltenheit ist. Dass ein gro├čer Teil der Familien, die hier in dieser Gemeinde leben, wie viele best├Ątigt haben, w├Âchentlich nur zwei- bis dreimal essen , ist eine noch sehr viel schlimmere Tatsache. Deshalb werden auf Kosten der Schule Witze gemacht, denn man sagt, dass unsere Kinder am meisten von allen zu essen bekommen, und das stimmt, denn unsere Kinder essen jeden Tag in der Schule.

studentsBis wir das Mittagessen in der Schule eingef├╝hrt haben waren oft sehr viele Sch├╝ler im Unterricht nicht anwesend, weil sie krank waren. Da kann man sich auch nicht wundern; wer Hunger leidet, dann neigt er auch eher dazu, krank zu werden. Seitdem es bei uns Mittagessen gibt, geschieht es sehr sehr selten, dass jemand im Unterricht vermisst wird. Das Programm hat am Samstag um neun Uhr mit der Feier der heiligen Messe begonnen. Aber vor der Messe musste man noch das Essen vorbereiten. Unsere Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler haben alles alleine zubereitet: Fleisch, Reis, Kartoffeln, gekochte M├Âhren, Bohnen, Salat usw. Ein echtes Festmahl.

Wie bereits erw├Ąhnt hat das Programm mit der Messe um neun Uhr begonnen. Die Hauptperson w├Ąhrend des Festes war der Priester aus dem Bistum. Die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler haben Lieder auf Kinyarwandi, Franz├Âsisch und Englisch vorbereitet. Sie wollten damit zeigen, was sie in der Lage sind zu lernen. Zusammen mit den Liedern haben sie noch traditionelle T├Ąnze vorbereitet. In seiner Rede hat der Priester ├╝ber die gro├čen Opfer gesprochen, die Pater Vjeko f├╝r das ruandische Volk und den Staat gebracht hatte, was er alles geleistet hatte und er nahm ihn als Beispiel wozu die christliche Liebe im Stande sein kann zu schaffen f├╝r das menschliche Wohlergehen. Er appellierte an die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler, dass ihnen Pater Vjeko ein Vorbild sein soll, wie man sich f├╝r seinen N├Ąchsten aufopfern soll. Er gab ihnen den Rat, dass sie brave Sch├╝ler sein sollen, denn auf diese Weise werden sie ihr Werk best├Ątigen und zeigen, dass sie bereit sind sich f├╝r andere zu opfern und in Zukunft etwas Gutes vollbringen werden.

Deutscher BotschaftlerNach der Messe konnte man sich im Zentrum umsehen. Alle Anwesenden haben sich in der Schule umgesehen und alles betrachtet, was wir geleistet haben. W├Ąhrendessen zeigten ihnen unsere Sch├╝ler wie man an unseren Maschinen arbeitet. Wir hatten sehr viele Besucher. Nach der Rundschau ging es weiter im Programm. Es gab Gesang, Tanz, sogar Akrobaten und Clowns aus der Schule von Don Danko in Kigali. Die Menschen genossen es und es gab viel Gel├Ąchter und Geschrei vor allem als unsere T├Ąnzer, Akrobaten und Clowns auftraten. Das Volk wurde sowohl mit all diesen Spielen entz├╝ckt wie mit dem deutschen Botschaftler, der gekommen war, um sich das anzusehen. Er kam mit seiner Frau, eine geb├╝rtige Kroatin aus Sarajewo, und seiem Sohn, dem kleinen Jakov, der eine besondere Attraktion war. Er ist f├╝nf Jahre alt und als sich andere kleine Kinder um ih herum versammelten, war es schwierig ihn da wieder ÔÇťherauszufischenÔÇť. Der Mehrheit der Kinder war es das erste Mal, dass sie einen wei├čen Jungen gesehen haben und jeder wollte ihn mal anfassen. Der arme Jakov suchte Schutz bei seiner Mutter und ich musste schlie├člich mit meinem Stock eingreifen und die anderen Kinder verscheuchen.

Das Mittagessen war eine Geschichte f├╝r sich. Eingeladen zum Mittagesssen waren etwa 400 Leute, trotzdem gingen viele mit traurigen Gesichtern nach Hause. Einen kleinen Teil vom Essen haben wir zur Seite gelegt als Nachschlag f├╝r die, die schon mal gegessen haben. Alle sa├čen sehr geduldig im gro├čen Saal, w├Ąhrend wir das Essen verteilt haben. Jeder bekam seinen Teller und etwas zu trinken. F├╝r die ├älteren gab es Bier und f├╝r die Kleinen gab es Saft.

Der Eintritt in den Saal war eine besondere Zeremonie. Die Kinder mussten mit St├Âcken verscheucht werden, damit man eintreten konnte. F├╝r den Eintritt in den Saal bekam jeder eine Eintrittskarte und das war sehr gut organisiert. Nach dem Mittagessen gab es verschiedene Wettk├Ąmpfe f├╝r die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler mit zahlreichen Preisen, sodass viele von ihnen sch├Âne Sachen gewonnen haben; gro├če Adressb├╝cher, Hefte, Bleistifte, Kreuze, Gebetskreuze usw. Es war sehr sch├Ân mitanzusehen wie sie sich ├╝ber die Preise gefreut haben. ÔÇťHoffentlich werden wir n├Ąchstes Jahr genausoviel Spa├č haben!ÔÇť

 
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