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Das Austreiben böser Geister
Mittwoch, 02. Mai 2007 Geschrieben von Mateja

Matea im KongoVon Freitag bis eben noch gestern war ich im Kongo. Nonnen, die ein Kloster in Bukavu besitzen, haben mich aufgenommen. Gerade als ich erst angekommen war, wollte ich dass die Zeit umso schneller vergeht, damit ich wieder zurück kann „ Ich kanns kaum erwarten, wann ich wieder nach Kroatien zurückreisen werde.“, dachte ich in mir. Aber diese Eintellung hielt bei mir nicht lange an. Im Kloster wurde ich wie neu geboren. Unsere Nonnen Romana, Mislava und Erika aus Kroatien und noch acht anderer Nonnen aus dem kongo lehrten mich verschiedene Lektionen, indirekt, sie waren einfach wundervoll. Mit ihnen hatte ich sehr viel Spaß gehabt und gearbeitet. Sie brachten mir ein paar Wörter in der Sprache bei, die sie sprechen. Beispielsweise kann ich mich jetzt auf Französisch bekreuzigen, hier und da mal ein Wort auf Kisoali, derer Sprache im Kongo, sagen. Sie können sogar schon sehr viele Wörter auf Kroatisch.

Ihnen fällt es irgendwie leichter sich neue Wörter einzuprägen. Sie konnten mir auch das Lied “Lijepo ime Mateja“ ( “ Der schöne Name Mateja“ ) vorsingen ... und zwar das ganze Lied! Immer dann, wenn ich nicht die Zeit mit ihnen verbracht habe, war ich irgendwo unterwegs. Schwester Romana nahm mich überall, wo sie nur konnte, mit sich mit. Sie zeigte mir auch das Kloster in Luhwindji ( ich weiß leider nicht genau, wie man das korrekt schreibt ), wo sie früher gewohnt hatte. Sie ließ mich deren Jeep auf sogenannten Straßen fahren. Wenn man dort fährt sitzt man eher in einer schrägen und verkrampften Lage als gerade. Dies war mein erstes Abenteuer. Die Schwestern packen das mit links, die machen das jeden Tag. Schwester Romana beispielsweise, die bestimmt schon mehr als 60 Jahre auf dem Buckel hat, fährt wie ein Schumacher! Ich war noch an sehr vielen Orten, aber das, was mich am meisten beeindruckte war, als ich bei einem echten Exorzismus anwesend war! Das ist eine wirkliche Erfahrung, die man fürs Leben sammelt!

Die Schwestern ich und hielten einen kleinen Plausch, als sie plätzlich das Thema böse Geister ansprachen. Während ich mit ihnen darüber sprach, haben sie gemerkt, dass ich ihnen ihre Geschichten, die sie mir da erzählten nicht abkaufen wollte und nur darüber lachen konnte. Deshalb schlugen sie mir vor, einem Xaverianer kennenzulernen. Ich stimmte bereitwillig ein. Sie brachten mich zu ihm und wir haben uns kennengelernt. Er hatte so etwas Ruhiges und Heiteres an sich. Ich konnte mir von ihm kein wirkliches Bild machen, da wir nur in sehr wenigen Minuten über alles Mögliche sprachen. Wir vereinbarten, dass ich am kommendem Morgen wieder dort sein werde und während des Exorzismus anwesend sein werde! Die Nacht davor konnte ich kaum einschlafen. Um halb sieben Uhr morgens waren wir schon bei ihm, er hielt gerade eine Messe. Im Herzen der Stadt, mitten im Volk, besitzt er ein Haus und wenn er eine Messe hält, dann sind die Leute in seinem Hof versammelt und nehmen an der Messe teil. Wenn man bedenkt, dass Nonnen und Pfarrer üblicherweise an ruhigeren Orten, möglichst außerhalb der Stadt in einem Kloster leben, das noch sehr hohe Wände besitzt, ist das von diesem Herrn sehr mutig. Aber er hat sich felsenfest entschlossen, dem Volk wirklich zu helfen und dass er das nur erreichen kann, indem er Vertrauen der Menschen gewinnt und deswegen muss er ihnen vollkommen vertrauen.

Aber jetzt, ohne dass ich weiter versuche mich hier klug zu reden: Nach der Messe haben Schwester Romana und Erika und ich uns zu ihm in einem ziemlich großen Zimmer gesellt, in dem viele Stühle an der Wand entlang aneinandergereiht waren ( ich kann mich beim besten Willen nicht an seinen Namen mehr erinnern, ich weiß nur noch, dass er mit dem Buchstaben R anfing ). In der Mitte des Raumes stand sein Tisch, direkt daneben stand sein Bett ( natürlich nicht mit Kissen und Decke – die Pointe war, dass man sich nur drauflegen sollte ). Zuerst hatte er ein paar Personen, die auch schon früher zu ihm gekommen waren, aber die Sitzung mit ihnen war noch nicht ganz beendet. Jetzt werde ich nur einen Fall beschreiben, weil jeder Fall fast dem anderen ziemlich genau gleicht. Es handelt sich im Allgemeinen um weibliche Personen, wie Schwester Erika behauptet ( die ihm früher bei solche Sachen stehts als Assistentin zur Seite stand ), versucht der Teufel immerzu Besitz von der Frau nehmen, denn wenn er das schafft, dann zerbricht die ganze Familie daran. Denn es ist nicht sonderbar, wenn ein Mann, der kaum Verantwortung hat, loszieht und irgendeiner anderen Frau ein Kind in die Welt setzt, um das er sich nicht die Bohne kümmert. In diesem Fall hat das Kind immer noch die Mutter, aber wenn die Mutter instabil wird, oder wie sie es hier sagen “besessen“, dann verlässt der Mann die Familie und das Kind leidet neben einer solchen Mutter.

Wenn eine Frau in der Sitzung sich auf das Bett legt, dann setzt sich der Priester neben ihrem Kopf hin und legt die eine Hand auf ihren Kopf und die andere unter ihrer Brust hin ( eigentlich so ziemlich über dem Bauch, weil man glaubt, dass die bösen Geister am meisten ihr Unwohl treiben ). Des Öfteren legt er ein Kreuz auf die Brust der Frau unter der Kleidung. Bei sich trägt er noch eine Gebetskette, gesegnetes Öl und Salz. Er beginnt mit einem Gebet auf Französisch und wenn die Person das Gebet mitspricht und zum Schluss Amen sagt, dann ist alles in Ordnung. Aber wenn er bei einer vom Teufel besessenen Frau angefangen hat zu beten, dann verliert diese sehr schnell ihr Bewusstsein. Eine Frau wurde auf diese Weise bewusstlos und fing vehement an sich zu wehren. Im Zimmer sind noch immer ungefähr drei Frauen, die ihm assistieren, anwesend, denn er kann zwar den Geist kontrollieren, aber nicht auch den Körper. Die schlug sehr kraftvoll mit den Armen und Beinen um sich, aber am meisten erhob sich ihr Torso. Die Augen waren geschlossen, doch um mir zu zeigen, wie das aussieht, wenn ein fremder Geist aus jemandem spricht, hat er ihr die Lider geöffnet und ich sah nur den weißen Teil der Augen. Aber das ist noch halb so wild.

Wenn er sieht, dass eine Frau von einem bösen Geist besessen ist, dann fragt er, wie viele sie seien, ob er/sie von jemanden geschickt wurde ( was bedeutet, dass sie absichtlich durch das Anwenden von schwarzer Magie von einer anderen Person heraufbeschworen wurden, um in einen anderen Körper einzudringen ) oder er von allein eingedrungen ist. Wenn er von jemandem heraufbeschworen wurde, dann von wem, wenn er von alleine eingedrungen ist, dann zu welchem Zeitpunkt und an welcher Körperstelle. Wenn der böse geist antwortet, dann antwortet er mithilfe der Zunge der Frau. Aber Schweter Erika berichtet mir von Fällen, in denen der Mund der Frau geschlossen bleibt und dennoch eine männliche oder weibliche Stimme aus ihr spricht. Diese ganzen Tatsachen konnten mich trotzdem nicht ausreichend überzeugen, denn ich habe es nicht mit meinen eigenen Augen erlebt. Aber das, was der Priester mir erzählte, und was ich überhaupt nicht in Frage stelle, ist, dass die bösen Geister mehr als nur die Sprache( n ) der Person sprechen, die sie besessen. Er pfelgte ihnen auch manchmal auf Italienisch und Latein gegenüberzutreten. Erklären Sie mir jetzt einmal, wie eine Frau, die in ihrem ganzen Leben niemals Italienisch gesprochen, geschweige denn irgendeinen blassen Schimmer von Latein hat, Italienisch oder latein sprechen soll! Also, dann ist wohl alles klar. All das ist noch ziemlich merkwürdig und undeutlich für mich. Ich suchte das Wunder, ich habe es mit meinen eigenen Augen gesehen und glaube immer noch nicht an all das, aber irgendetwas hat sich an diesem Tag in mir drin verändert! Die Leute hier glauben an alles Mögliche ( Abarangi aus dem Sumpf, Abakyekyezi, Hexen, die um Mitternacht Tanzen und die Verdammnis entsenden, an alles nur Erdenkliche ). Sie beschäftigen sich wirklich sehr intensiv mit dieser schwarzen Magie und fabrizieren Blödsinn.

Wie dem auch sei, wenn der böse Geist nicht auf die Fragen antwortet, dann nimmt der Exorzist das geheiligte Öl und schmiert es auf die Lippen der Frau oder er nimmt das geheiligt Salz und streut es in den Mund der Frau oder legt die Gebetskette auf die geschlossenen Augenlider. Er beruft sich auf Jesus Christus und schickt sie wieder zurück in die Hölle oder unter die Füße Jesu! Wenn er also das anwendet, was ich jetzt beschrieben habe, dann verzieht sich das Gesicht in hässliche Fratzen, der Körper bewegt sich ruckartig, der Geist schreit aus dem Körper – alles in allem, sehr sonderbar das Ganze. Das dauert nicht lange. Manchmal nicht einmal eine Minute, manchmal ein paar, manchmal auch etwas länger, aber als ich anwesend war, war ging es über fünf Minuten nicht hinaus. In dem Augenblick, in dem der böse Geist den besessenen Körper freigibt, dann kann man mitverfolgen, dass die Frau langsam ausatmet und das Gesicht ( es macht währendessen immer irgendwelche komischen Fratzen und Grimassen ) sowie der Körper sich entspannen! In ein und demselben Moment! Der Priester betet und segnet die Person, die unmittelbar darauf anfängt ihr Bewusstsein zu gewinnen und ganz verloren und ausgelaugt wirkt.

Einmal legte sich auf das Bett ein kleiner Junge hin, er war von einem bösen Geist besessen ( einst beschäftigte er sich mit schwarzer Magie und er sagt, dass er seitdem keine Ruhe mehr habe ), aber der böse geist weigerte sich sowohl aus dem Körper zu entweichen als auch den Fragen zu antworten. Als der Priester sah, dass es sehr schwierig mit dem Exorzismus werden würde und das der Junge viel zu sehr erschöpft ist, hat er die Sitzung unterbrochen und den Jungen aufgeweckt. Er sagte der Junge sei viel zu sehr erschöpft und er müsste ihm mehr Aufmerksamkeit schenken, was mehr zeit in Anspruch nehmen würde. Aber ihr hättet den Jungen sehehn sollen, nachdem er aufgewacht war. Er war ohne einen Funken Kraft, schnappte mit seiner Lunge nach Luft, so sehr er nur konnte, als ob er gerade einen Marathon gelaufen war! Als er sich auf die Füße gestellt hat, ist er beinahe umgefallen vor lauter Erschöpfung!

So, das wärs so in kürzen Zügen. Ich weiß nicht, ob das alles hier der Wahrheit entspricht, aber meine erste Erfahrung war sehr sehr intensiv. Jetzt glaube ich, dass das Böse wirklich existiert und das es Angst vor Jesus hat. Das Gebet ist die Rettung vor solchen Besessenheiten!

 
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