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Unsere Mutter Gottes aus Kibeho
Dienstag, 15. Juni 2010 Geschrieben von fra Ivica Perić

Einige Tage bevor Kardinal Joseph Ratzinger zum Papst Benedikt XVI. ernannt wurde und zu dieser Zeit noch der amtierende Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre war, sprach er persönlich das endgültige Urteil über die Marienerscheinung in Kibeho - bewilligt! So hatte nun am 29. Mai 2001 der Vatikan den Pastoralbrief des ruandischen Bischofs Augustin Misago empfangen und die Marienerscheinung in Kibeho offiziell anerkannt. Diese Geschichte in Ruanda fand ungefähr zur selben Zeit statt, im Jahre 1981, wie die Geschichte in Medjugorje, der größten Heiligenstätte in meinem Bosnien und Herzegowina.

Die Prozession in Kibeho, RuandaDie Prozession in Kibeho, Ruanda

Ich will Ihnen jetzt keine Geschichten über etwas erzählen, das zum Wallfahrtsort eines jeden wahrhaftigen Gläubigen in Afrika wurde. Und ich werde Ihnen auch nicht Wort für Wort nacherzählen, welche die Heilige Mutter Gottes zu den Augenzeugen sprach - Alphonsine, Anathalie und Marie-Claire. Vielleicht wäre es nicht schlecht von der chronologisch letzten Erscheinung am 28. November 1989 zu berichten, welche auf den Tag genau acht Jahre später stattfand, nachdem Alphonsine Mumreke zum ersten Mal die Stimme der Mutter Gottes im Spreisesaal der Nonnenschule vernommen hatte.

Zehntausende Pilger haben dieses Ereignis bezeugen können, die eigentliche Marienerscheinung haben Mitglieder der Bischofskommission und einige Ärzte hautnah mitverfolgt. Alphonise erhielt während der Marienerscheinung dramatische Zukunftsvisionen. In ihrer Hand hielt sie eine Flasche mit gesegnetem Wasser, mit dem sie das umherstehende Volk bespritze und rief zum innigen Gebet auf. Die letzte Marienerscheinung dauerte ca. 90 Minuten. Während dieser Zeit hörte man von ihr nur qualvolle Jammergeschreie und sie bespritze die Anwesenden mit dem gesegneten Wasser. Die ganze Zeit stand sie draußen im Regen, der wie aus der Kanne schüttete.

Nachdem die Marienerscheinung vorüber war, folgte ein unerklärliches Mysterium. Denn die Ärzte und die Bischofskommission haben festgestellt, dass Alphosines Haar, Gesicht, ja ihr ganzer Körper und ihre Kleidung - vollkommend trocken waren!

Die Heilige Messe in Kibeho, RuandaDie Heilige Messe in Kibeho, Ruanda

Der Mai ist in der Katholischen Kirche der Monat der Heiligen Jungfrau Maria. Am letzten Tag dieses Monats pilgern wir alle zur Marienstätte nach - Kibeho. Wahrscheinlich wissen Sie, dass nach dem Verhältnis von der Populationszahl zu der Zahl der Änhänger der Katholischen Kirche in einem Staat, Ruanda der "katholischste" Staat Afrikas ist. Dann können Sie sich auch vorstellen, wie groß und zahlreich die Prozession in Kibeho jedes Jahr besucht ist. Die Gebete und Gesänge wurden von einigen Tausend Pilgern, circa 500 Priestern, Novizen und Novizinnen, sowie allen Bischöfen und Nuntii begleitet. Die Heilige Messe begann um 9 Uhr und endete um 17 Uhr! Und das dauerte genau solange, wie die erschütterndste Marienerscheinung, die die Visionäre vor 20.000 Pilgern an Mariä Himmelfahrt im Jahre 1982 emfangen hatten.

Voller Enthusiasmus standen sie dar, den Blick zum Himmel gerichtet. Nachdem sie gesehen hatten, dass die Mutter Gottes am Weinen war, fingen sie an zu zittern und mit den Zähnen zu klappern. In ihren Gesichtern konnte man Angst und Schmerz erkennen. Von der einen Stunde zur nächsten wiederholte sich dieser Ablauf immer wieder. Die Visionäre zitterten, krümmten sich vor Schmerzen und fielen plötzlich wie vom Blitz getroffen zu Boden. Regungslos lagen sie so einige Momente auf dem Boden. Danach wiederholte sich der Ablauf wieder mit Zittern, Zähneklappern, Wehklagen, Anfällen, dem Hinfallen und dem erneuten Aufstehen...

Nachdem sie gute acht Stunden konstant die Vision empfangen hatten, kamen die Seher zur Ruhe, erlangten ihr Bewusstsein wieder und berichteten darauf den besorgten Pilgern, dass sie in ihren Visionen durch die Heilige Jungfrau Maria schreckliche Szenen von Mord und Gewalt sahen. Sie sahen einen roten Fluss von dem Blut der Menschen, das vergossen wird. Sie sahen, wie sich die Menschen gegenseitig töten, verstümmelte Leichen, die überall liegen, sowie mehrere Hunderte kopf- bzw. gliederlose Leichen, die dem Strom dieses blutroten Flusses entlang treiben...

Tragischerweise hatte niemand diese Warnungen der Mutter Gottes ernstgenommen, die sich zwölf Jahre später bewahrheiten sollten...

 
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